ASUS und MSI erwarten von den neuen Mini-Notebooks schon in diesem Jahr eine wesentliche Basis für den Umsatz als weiteres Standbein im Notebook-Geschäft. So rechnet MSI für 2008 mit bis zu 500.000 Einheiten des MSI Wind, was verglichen mit den insgeamt 1,1 Millionen verkauften Notebooks im vergangenen Jahr einen Anteil von 50 Prozent ausmachen würde. ASUS will vom Eee PC dagegen rund fünf Millionen Stück verkaufen und baut dafür auch seine Fabrik-Kapazitäten deutlich aus.
MSI will bis 2010 insgesamt rund 4,5 Millionen Notebooks ausliefern und sich damit unter die ersten zehn der Notebook-Hersteller katapultieren. Bisher sind dort Hewlett-Packard, Dell, Acer und Lenovo als wesentliche Vertreter zu finden. Entsprechende Stückzahlen sichern aber gerade im Low-Cost-Bereich erst die Gewinne, da die Hersteller knapp kalkulieren müssen und nur durch große Volumen profitabel arbeiten können. Wachstumstreiber sollen dazu vor allem die Regionen Indien, China, Süd-Afrika und Ost-Europa sein.
ASUS hatte 2007 rund 4,3 Millionen traditionelle Notebooks ausgeliefert und will 2008 rund 6,6 Millionen Einheiten erreichen. Sollte sich die prognose des Unternehmens also bewahrheiten, könnten der Anteil der Mini-Notebooks schon dieses Jahr fast ähnliche Größenordnungen erreichen wie die stark wachsende Notebook-Branche. Daran wird deutlich, wie wichtig das Geschäft mit den Kleinstgeräten für die Hersteller ist und warum sich plötzlich so viele Unternehmen auf diesen Marktbereich stürzen. Einschätzungen von Marktbeobachtern gehen allerdings für 2008 lediglich von einem Potenzial mit insgeamt drei Millionen Low-Cost-Notebooks aus, die ASUS aber als zu zurückhaltend einschätzt. Selbst geht man von einer Nachfrage von bis zu zehn Millionen Geräten aus, von denen man sich folglich fast 50 Prozent sichern will.
Mit Problemen durch die Lieferengpässe bei Intels Atom-Prozessoren und Chipsätzen rechnet ASUS hingegen nicht. Man könne durch die Wahl zwischen Celeron-Modellen und der Atom-Plattform ausreichend variieren und entsprechend auf die Lieferkapazitäten reagieren. Zudem solle sich die Situation bis September wesentlich entspannen. Noch im kommenden Monat rechne man außerdem auch mit einer besseren Verfügbarkeit der Notebook-Akkus, die derzeit ebenfalls nur eingeschränkt zu bekommen sind.
Insgesamt rechnen Experten mit einem hart umkämpften Geschäft, das neben ASUS und MSI ja auch von Branchengrößen wie Dell, Acer oder Hewlett-Packard in Angriff genommen wird. Hinzu kommen noch zahlreiche weitere Hersteller wie zum Beispiel Quanta oder Gigabyte.